Vita

Gideon Poppe wurde in Hamburg geboren und begann zunächst ein Studium der Sportwissenschaft an der Deutschen Sporthochschule Köln, bevor er sich zu einer Karriere als Sänger entschloss. Er studierte von 2002 bis 2006 Bühnen- und Konzertgesang an der Musikhochschule Lübeck und ab 2006 an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, wo er 2009 am Institut für MusikTheater mit Diplom abschloss. Er sammelte Erfahrungen im Liedfach bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll und besuchte Meisterkurse u.a. bei Dietrich Fischer-Dieskau und Júlia Várady.

2009 war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands Baden-Baden.

Erste Bühnenerfahrung sammelte Gideon Poppe bereits während des Studiums an der Hamburger Kammeroper und am Theater für Kinder Hamburg, wo er in Bearbeitungen von Zar und Zimmermann (als Peter Iwanow), Die Entführung aus dem Serail (als Belmonte) und Paisiellos Der Barbier von Sevilla (als Almaviva) zu erleben war.

Ab 2007/2008 war er im Opernstudio des Badischen Staatstheater Karlsruhe und wurde in zahlreichen Produktionen eingesetzt.

Als Ensemblemitglied des Badischen Staatstheater Karlsruhe konnte sich der Sänger von 2009 bis 2011 mit Partien wie Pedrillo in Mozarts Die Entführung aus dem Serail, Monostatos in Die Zauberflöte, Basilio und Don Curzio in Le nozze di Figaro sowie weiteren Fachpartien ein umfangreiches Repertoire erarbeiten. Im Februar 2011 gab er sein Debüt bei den Karlsruher Händelfestspielen als Emilio in Partenope unter der Leitung von Michael Hofstetter.

Von 2011 bis 2013 war der Tenor Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel und war dort unter anderem in den Produktionen Parsifal, La Boheme, Lady Macbeth von Mzensk, sowie als Corrado in Alessandro Scarlattis Griselda zu hören. Darüber hinaus sang er Partien wie Monostatos in Die Zauberflöte, Flute/Thisby in Brittens A Midsummer Night’s Dream, Prologue und Peter Quint in Brittens The Turn of the Screw, Boni in Kálmáns Csárdásfürstin, Jaquino in Beethovens Fidelio und Rodrigo in Verdis Otello.

Seit der Spielzeit 2013/2014 gehört Gideon Poppe zum festen Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Hier ist er in vielen Produktionen zu erleben, u.a. in Verdis Falstaff als Bardolfo, Gastone in La Traviata, Abdallo in Nabucco, in Mozarts Zauberflöte als Monostatos, als Remendado in Bizets Carmen. Es folgten Partien wie Pang in Puccinis Turandot, Harry in La fanciulla del West, Don Curzio in Mozarts Le nozze di Figaro, Conte di Lerma inVerdis Don Carlo und viele mehr.

Im August 2014 gab er sein Debüt bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall in London als zweiter Jude und Sklave in einer konzertanten Aufführung der Oper Salome von Richard Strauss, mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Donald Runnicles.

Es folgten konzertante Aufführungen der Opern Dinorah von Meyerbeer und Roberto Devereux von Donizetti in der Philharmonie Berlin. In der Oper Dinorah übernahm er die Partie des Mähers (Le Faucheur). In Roberto Devereux sang er an der Seite der Grand Dame Edita Gruberova die Partie des Lord Cecil.

Ein Operngastspiel der Deutschen Oper Berlin brachte ihn im Oktober 2014 an das Royal Opera House Muscat/Oman mit der Oper Manon Lescaut von Puccini.

Zum Jahreswechsel 14/15 debütierte er an der Oper Frankfurt, als Boni in der Csardasfürstin an der Oper Frankfurt. Mit diesem Stück gab Gideon Poppe im Januar 2015 sein Debüt in der Kölner Philharmonie, mit einem Gastspiel der Oper Frankfurt.

Mit der Lautten Compagney Berlin, unter der Leitung von Wolfgang Katschner, war Gideon Poppe im Juni in der Zauberflöte zu hören.

Im Dezember 2015 gab er am Staatstheater am Gärtnerplatz München erfolgreich sein Debüt als Candide in der gleichnamigen Operette von Bernstein.

Im Oktober 2016 kehrte Gideon Poppe als Gast zurück an das Staatstheater Kassel und verkörperte dort die Partie des Fritz in der Operette Die Großherzogin von Gerolstein von Jacques Offenbach.

Im Dezember 2016 gab er sein Debüt an der Oper Köln mit der Titelpartie des Candides in der gleichnamigen Operette von Leonard Berstein.

Gideon Poppe ist auch als Konzertsolist tätig und verfügt über ein Repertoire, das neben vielen Messen und Kantaten auch die Hauptwerke des Oratorienfachs umfasst. Eine große Liebe gilt dem Liedgesang, welche er schon in zahlreichen Liederabenden unter Beweis stellte.